Als ich noch als Fotografin gearbeitet habe, gab es einen Fehler, den ich immer und immer wieder gesehen habe. Fast bei jedem ersten Shooting.
Die Kunden kamen unvorbereitet an.
Nicht, weil sie es nicht wollten. Sondern weil ihnen niemand je gesagt hatte, was ein Shooting eigentlich braucht. Was vorher wichtig ist. Worauf es wirklich ankommt.
Ab meinem zweiten Jahr habe ich deshalb eine kleine Liste erstellt – und sie jedem Kunden vor dem Shooting mitgegeben. Nicht als Pflicht, sondern als Geschenk. Damit sie entspannt ankommen. Damit die Zeit, die wir zusammen haben, komplett für die Bilder genutzt werden kann.
Heute teile ich diese Liste mit dir. Aus meiner Zeit hinter der Kamera — direkt für dich.
Der häufigste Fehler: Kein Plan fürs Outfit
Das Outfit wird am Morgen des Shootings entschieden. Hektisch. Gestresst. Mit dem frustrierenden Gefühl, dass einfach nichts passt.
Und genau das sieht man später auf den Bildern. Nicht das Outfit selbst – sondern die Anspannung, die kurz davor entstanden ist.
💡 Mein Tipp: Plane dein Outfit mindestens eine Woche vorher. Probiere es an. Schau, wie es im Licht wirkt. Schlaf eine Nacht darüber. Und dann komm entspannt an.
Was auf meiner Liste stand: Die perfekte Shooting-Vorbereitung
👗 Das Outfit
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Rechtzeitig planen: Mindestens eine Woche vorher auswählen und anprobieren.
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Farbwahl: Neutrale Töne funktionieren auf Fotos am besten.
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Wohlfühlfaktor: Trage Kleidung, in der du dich wirklich wie du selbst fühlst – nicht etwas, das du extra für das Shooting gekauft hast, aber nicht dein Stil ist.
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Weniger ist mehr: Keine zu großen Muster oder Logos, die vom Gesicht ablenken.
💤 Körper & Energie
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Schlaf: Die Nacht davor gut schlafen – müde Augen sieht man sofort.
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Basis: Ausreichend essen und trinken, bevor du zum Set kommst.
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Puffer: Komm mit Zeitpuffer an. Wer gehetzt ankommt, braucht mindestens 20 Minuten, um den Stress im Körper abzubauen.
🧠 Das Mindset
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Perfektion loslassen: Lass die Erwartung an das „perfekte“ Bild zu Hause.
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Offenheit: Sei bereit für spontane, ungeplante Momente.
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Vertrauen: Vertraue dir selbst – und dem Prozess.
Der wichtigste Tipp: Sei einfach du
Das klingt so einfach. Und ist gleichzeitig das Schwerste.
Vor einer Kamera zu stehen, fühlt sich im ersten Moment oft komisch an. Man weiß nicht, wohin mit den Händen. Man fragt sich, ob man natürlich genug wirkt. Man versucht, krampfhaft gut auszusehen – und genau das macht das Ergebnis steif.
Der Rat, den ich jedem Menschen ohne Ausnahme mitgegeben habe: Sei einfach du selbst.
Nicht die Version von dir, die du für ein Foto sein willst. Sondern die, die du bist, wenn niemand zuschaut. Die Version, die lacht, ohne nachzudenken. Die redet, ohne jedes Wort abzuwägen.
Genau diese Version ist es. Sie macht die Bilder magisch.
Wie ich Nervosität aufgelöst habe
Indem ich einfach ich war. Locker. Entspannt. Ohne Eile, ohne Druck.
Ich habe jedem Kunden die Zeit gegeben, die er brauchte, um anzukommen – und zwar buchstäblich. Erst reden. Erst atmen. Erst den Ort spüren.
Weil ich weiß: Entspannung ist ansteckend. Wenn ich ruhig bin, wird mein Gegenüber ruhig. Und wenn ein Mensch innerlich zur Ruhe kommt, entstehen die Bilder, die für immer bleiben.
💡 Gut zu wissen: Die ersten 10–15 Minuten eines Shootings sind niemals verschwendete Zeit. Sie sind die wichtigste Investition in alles, was danach kommt.
Ein letzter Gedanke
Diese Tipps galten für meine Art zu fotografieren — locker, ohne Druck, mit Fokus auf den Menschen vor der Kamera.
Wäre ich heute noch aktiv als Fotografin, sie würden immer noch gelten. Denn diese Punkte haben nichts mit Technik zu tun.
Aber alles mit Vertrauen. Vertrauen in dich. Und in den Moment. 📸
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